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Die beiden Eremiten

Auf einem einsamen Berg lebten zwei Eremiten, die Gott im Gebet verehrten und einander liebten. Beide besaßen nur eine irdene Schale, und diese war ihr einziger Besitz. Eines Tages beschlich ein böser Geist in den älteren der beiden. Der ging darauf zu dem jüngeren und sagte: „Lenge lebten wir zusammen. Es ist Zeit, daß wir uns trennen. Laß uns unseren Besitz teilen.“ Da war der jüngere Eremit traurig und sagte: „Es betrübt mich, Bruder, daß du mich verlassen willst. Aber wenn du gehen mußt, so soll es sein.“ Und er brachte die irdene Schale und gab sie dem anderen mit den Worten:“ Wir können sie nicht teilen, Bruder, sie sei dein.“ Da erwiderte der ältere:“ Ich nehme keine milden Gaben. Ich will nichts als mein Eigentum. Es muß geteilt werden.“ Der jüngere sagte: „Wenn die Schale erst zerbrochen ist, wem wäre sie dann noch von Nutzen? Laß uns das Los werfen.“ Aber der Alte entgegnete: „Ich will Gerechtigkeit und mein Eigentum und werde nicht blindem Zufall überlassen. Die Schale muß geteilt werden.“ Da konnte der jüngere nicht länger rechten und sagte:“ Wenn es also durchaus dein Wille ist, dann laß uns die Schale zerbrechen.“ Da wurde der Alte blutrot vor Zorn und schrie: „Verdammter Feigling, du willst nicht streiten!“ -Khalil Gibran.
3.11.13 14:16


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Der weise Hund

Ein weiser Hund begegnete einst einem Rudel Katzen. Als er näher kam und sie sehr beschäftigt fand, und sie seiner nicht achteten, hielt er an. Inmitten des Rudels erhob sich ein großer, gewichtiger Kater. Er blickte in die Runde und sagte sodann: „Betet, Brüder! – Und wenn ihr unermüdlich gebetet haben werdet, ohne in euren Herzen zu zweifeln, dann wird es wahrhaftig Mäuse regnen.“ Als der Hund dies hörte, lachte er bei sich, und indem er wieder davon schlich, sagte er: „Oh ihr mit Blindheit geschlagenen Katzen. Steht denn nicht geschrieben und weiß nicht jedes Kind seit Urväters Zeiten, daß es zum Lohn für demütiges Gebet nicht Mäuse, sondern Knochen regnet?“ -Khalil Gibran
2.11.13 19:04


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